Mexico-City – Grossstadt mit Kindern

Erst haben wir uns 10 Tage in der Karibik die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Nach dem entspannten Fischerörtchen Playa del Carmen gings in die Grossstadt Mexico-City.

Wissenswertes über Mexico-City

Mexiko-Stadt zählt ca. 9.2 Mio. Einwohner. Zum Vergleich; die ganze Schweiz hat ca. 8.6 Mio. Wenn dir ein Mexikaner sagt, er kommt aus Mexico, dann meint er damit die Hauptstadt. Die Abkürzungen DF (Distrito Federal) oder „la Ciudad“ (für CDMX) werden ebenfalls häufig verwendet. 2016 wurde die Stadt auch offiziell in „La Ciudad de Mexico“ (CDMX) benannt.

Wegen der Kombination aus hoher Lage, Mexico liegt auf 2310 m.ü.M, und den Bergen, die die Stadt umgeben, hat Mexico-City oft mit Smog zu kämpfen.

1345 wurde die Stadt unter dem Namen „Tenochtitlan“ von Azteken gegründet. Vom Gott „Huitzilopochtli“ (ich weiss, die Namen sind furchtbar zu lesen 🙂 ) erhielten sie den Auftrag, sich dort niederzulassen, wo sie einen Adler auf einem Kaktus finden, der eine Schlange verspeist. Dieses Symbol findet sich auch auf der mexikanischen Flagge wieder.

Übernachten in der Altstadt

Mexico-City ist in viele Bezirke aufgeteilt, Coyocan und Tlalpan sind meine absoluten Lieblinge, Xochimilco und die schwimmenden Gärten muss man einfach gesehen haben und das Centro Historico, also die Altstadt, besticht mit seiner Geschichte und der Vielzahl an Museen.

Für unseren Kurzaufenthalt haben wir uns, aufgrund seiner Vielfältigkeit, fürs Centro Historico entschieden.

Zwei Blocks vom „Zocalo“, dem zentralen Dreh- und Angelpunkt von CDMX, übernachteten wir im ruhigen Hotel el Catedral (mehr Infos findest du hier). 

Anders als in Playa del Carmen haben wir uns dieses Mal gegen ein Airbnb und für ein Hotel entschieden, einfach weil die Auswahl größer und das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut ist. Wären wir in einen anderen Stadtteil, wie z.B. Coyocan, wäre eine Wohnung auch diesmal wieder die erste Wahl gewesen.

Das Hotel befindet sich wenige Schritte vom „Museo de las Caricaturas“ (Karikaturen-Museum), wo man sich zeichnen lassen kann. Ein etwas anderes Ferienfoto und das Museum ist für die ganze Familie ein spannender Zeitvertreib.

Der Zocalo, die Kirche & mein Kind

Die Tänzer auf dem Zocalo in Mexico-City.
aztekische Tänzer

Der oben erwähnte „Zocalo“ ist 10 Gehminuten entfernt. Rund um die Kirche bieten Händler ihre Waren zum Verkauf, aztekische Tänzer gewähren einen Einblick in die prähispanische Kultur und auf dem grossen Platz finden immer wieder verschiedene Ausstellungen statt.

Während es draussen laut zugeht, herrscht in der Kathedrale eine angenehme Stille. Die Menschen kommen von weit her um zu beten und Kraft zu tanken.

Wenn du die Kirche mit Kindern besuchst, dann mach dich auf ein paar Fragen gefasst, ausser dein Kind ist sich bereits ein wenig an katholische Kirchen gewöhnt. 🙂

Mein Sohn sah das erste Mal einen Jesus am Kreuz mit blutigen Händen. Wir sprechen zu Hause und in der Kita oft über Gott und Jesus. Er kennt sich also schon ein wenig aus. Ihn aber da so hängen zu sehen, war noch einmal ein anderes Level. Ich glaube nicht, dass er Angst hatte, das Thema „Jesus am Kreuz & blutige Hände“ beschäftigt ihn seit dem einfach sehr und immer wenn wir an einer Kirche vorbei kommen (und davon gibt es viele in Mexiko 🙂 ), möchte er schauen, ob es auch einen Jesus darin hat. Aber ich schweife vom Thema ab. 

Neben der riesigen Kathedrale befindet sich der „templo mayor“, der zentrale Tempel. Hier wurden Teile der ursprünglichen Stadt Tenochtitlan freigelegt. Der Besuch des Museums ist sehr empfehlenswert, wenn dein Kind kein Problem mit Schädeln und Knochen hat. Meiner fand es wahnsinnig spannend.

Fortbewegung in Mexico-City

Vom „Zocalo“ aus gelangt man auch zur gleichnamigen Metro-Haltestelle, das bevorzugte Verkehrsmittel in Mexiko-City. Auf den Strassen herrscht oft Stau, während es unter der Erde zwar ebenfalls hektisch, dafür wesentlich schneller vorwärts geht.

Am besten vermeidet ihr Stosszeiten, da es da wirklich sehr voll werden kann.

Möchtet ihr euch lieber mit dem Auto fortbewegen, empfehle ich euch Uber zu nutzen. Die Reisen werden aufgezeichnet, die Fahrer sind, nach meiner Erfahrung, sehr freundlich und die Route ist von Anfang an klar.

Die rosaroten CDMX-Taxis nehme ich nur mit meinem Mann, da er den Weg kennt, oder alleine auf dem Dorf, wenn ich mich auskenne. Taxifahrer haben den Ruf unfreundlich zu sein und sollen versuchen, die Leute abzuzocken. Dies kann ich leider bestätigen. Natürlich nicht in allen Fällen, aber leider ist es oftmals so.

Das Zentrum der Musik

Was wäre Mexiko ohne Mariachi? Einer meiner Lieblingsplätze in Mexico-City und vom Hotel El Catedral ebenfalls zu Fuss zu erreichen, ist die „Plaza Garibaldi“. Hier trifft man sich um zu essen, zu tanzen und zu feiern. Und natürlich um den zahlreichen Mariachis, Norteños, etc. zuzuhören, die von Tisch zu Tisch ziehen und ein Ständchen spielen.

Früher gingen wir meist in die „Cantina San Luis“. Mit Kind aber leider nicht möglich. Dafür haben sie uns dieses Jahr in ihr Schwesternlokal „Salon Tropicana“ geführt. Zwar gibt es da keine umherziehenden Mariachis, dafür Live-Musik und es ist super kinderfreundlich. Das Essen war mega lecker, die Preise absolut fair und die Stimmung ausgezeichnet. Wir werden definitiv wieder kommen.

Souvenirs & Kulinarik in Mexico-City

CDMX ist der perfekte Ort, um Souvenirs zu erstehen. Am liebsten tun wir dies in der „Plaza de las artesanias“.

Falls Mama oder Papa alleine shoppen möchte, oder die Kinderbeine eine Pause brauchen, gibt’s auf der anderen Strassenseite ein nettes Café mit feinen süßen Brötchen und Desserts. 

Natürlich gibt es in Mexico-City nicht nur Süsses. Die Kulinarik ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Von Tacos de canasta zu Sushi zu Ramen zu Pizza und Spaghetti, ist für jeden etwas dabei.

Carnitas in Mexico-City
Carnitas de pato

Für leckere Margaritas kann ich euch das „Casa de las sirenas“ herzlich empfehlen. Es liegt neben dem „templo mayor“ und hinter der Kirche. Abends gibt es im obersten Stock leckere Köstlichkeiten, wie z.B. Guacamole mit Chapulines (Grillen) oder Enten-Carnitas.

Falls euch die Pizza-Lust packt, dann schaut bei „Perro negro“ vorbei. Das Lokal selbst ist schon sehr spannend, denn im hinteren Teil befindet sich eine Rampe zum Skaten. Ich kann mir vorstellen, dass hier die ein oder andere ziemlich gute Party stattfindet. 🙂 Aber nur schon für eine Pizza lohnt sich ein Besuch.

Ansonsten lasst euch treiben und schaut, worauf ihr Lust habt, es gibt soooooo vieles zu probieren. 🙂

Ciudad de Mexico im Schneckentempo

Mexico-City ist gross, laut und hektisch. Das ist nicht nur für Kind anstrengend, sondern auch ich war froh um unsere tägliche Siesta.

Wir haben uns bewusst vier Tage im „Centro historico“ niedergelassen und auf andere Stadtteile verzichtet. Wir waren langsam unterwegs, haben das meiste zu Fuss gemacht und zwischendrin immer wieder eine Pause eingelegt. Oftmals sassen wir einfach in einer netten Bar in der „Calle Regina“ und haben die Stadt auf uns wirken lassen. 

Calle Regina in Mexico-City. Wir geniessen eine Michelada.
In der „Calle Regina“ geniessen wir eine Michelada während Kind eine kurze Siesta schläft.

Für uns die optimale Lösung um die Zeit als Familie zu geniessen.

Neben der Altstadt gibt es aber noch ganz viele andere, tolle Plätze zu entdecken. Deshalb nehme ich dich das nächste Mal mit in den Park von Chapultepec. Bist du dabei?

Falls du dich auf die Reise mit Kind vorbereiten möchtest, habe ich dir hier die besten Tipps.

Deine

Corina

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Corina

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