Ruhe finden ohne Schlafprogramm – unser Weg

In meinem letzten Post habe ich Kritik an der Ferber-Methode geübt (hier gibt es sie zu lesen). Und obwohl ich selber keinen Traumschläfer habe, Rabauke wacht auch mit 2 Jahren nachts noch 2 bis 3 mal auf, meist bloss um sich zu vergewissern, das alles in Ordnung ist, haben wir einen Weg gefunden, damit alle einigermaßen Ruhe finden.

Und das ist:

(Achtung, Trommelwirbel)

Ihr ahnt es vielleicht schon…


Genau, das Familienbett.


Wir schlafen einfach alle zusammen in einem grossen Bett. Seit über zwei Jahren.

Kein nächtliches Aufstehen, keine kalten Füsse, weil jemand aus dem warmen Bett raus muss. Einfach einmal kurz umdrehen, Kind in den Arm nehmen und weiterschlafen.

Familienbett gegen den Wahnsinn

Ich bin ganz ehrlich, ich weiss nicht ob ich ohne Familienbett noch bei Sinnen wäre. Die Nächte, in denen Rabauke jede Stunde stillen wollte oder einfach nur einen quer liegenden Furz hatte (und hat), kann ich nicht an zehn Händen abzählen. Vielleicht hätte ich dann doch auch zu einem Schrei- eh, ich meine Schlafprogramm gegriffen.

Aber dank dem Zusammenschlafen ging und geht es.

Darum sind wir Pro-Familienbett

Viele überzeugte Co-Sleeper predigen die Stärkung der Bindung und die Festigung der Eltern-Kind Beziehung. Dies ist wahrlich ein tolles Argument für das Zusammenschlafen. Aber für mich nicht das ausschlaggebende, denn dafür gibt es auch noch tausend andere Wege und ein Familienbett allein macht noch keine guten Eltern.

Der zentrale Grund warum bei uns zusammen geschlafen wird, ist ein ganz einfacher.
Nämlich pure Faulheit. Ja, ich bin faul. Zu faul, um nachts aufzustehen. Zu faul, um morgens bereits um halb 6 in den Tag zu starten.

Es gibt Nächte, da ist Rabauke einfach wach. Ohne Durst, ohne Hunger, ohne Gejammer, aber wach. Manchmal eine, manchmal auch drei Stunden. Liege er nicht neben mir, hätte ich, glaube ich, das Gefühl jede Minute nach ihm sehen zu müssen. Da er aber so nah ist, spüre ich seine Bewegungen, höre ihn sein Bilderbuch anschauen und döse weiter.Natürlich ist das nicht so erholsam, wie eine durchgeschlafene Nacht, aber doch entspannter als aufzustehen.
Und dann ist da noch das morgendliche Erwachen. Was gibt es Schöneres, als wenn einem diese kleine Kinderhand über die Wange streicht und sanft aus den Träumen holt (oder wie bei uns ein Schlag ins Gesicht mit den Worten Mami, fertig schlafen 🙂 )? 

Ein Familienbett zu haben ist die erholsamste Art Schlaf zu finden.

Ich liebe es, gerade an arbeitsfreien Tagen, mit aller Zeit der Welt zu starten. Ausgiebiges Kuscheln, Geschichten erzählen, langsames Aufwachen. Die Magie des Momentes geniessen. Ohne Familienbett gäbe es dies für uns nicht (oder wahrscheinlich schon, einfach anders).

Das Dauerthema der Familie

In unserem Bett sind aber nicht nur Rabauke und ich zu Hause. Auch Papa darf natürlich nicht fehlen. Und der findet das genau so toll, wie wir. Für ihn ist es absolut undenkbar, dass man es anders handhaben könnte. Auch seine Familie sieht unsere Schlafsituation als etwas ganz natürliches, während mein Umfeld noch immer mit Vorbehalten reagiert.
Das Wichtigste für uns ist, dass alle drei zufrieden sind. Uns ist bewusst, dass, sollte es einmal nicht mehr so sein, jemand ausziehen muss. Wer das sein wird, ob Mama, Papa oder Rabauke, wissen wir jetzt noch nicht. 🙂 🙂

Wie behandelt ihr das Thema „Schlaf“? Wie sieht eure Schlafsituation aus? Seid ihr zufrieden damit?

Ich freue mich von euch zu hören.

Eure

Corina

Corina

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