5 Lügen, die wir unseren Kindern erzählen

Manchmal tun wir es. Ob bewusst oder unbewusst, wir lügen unser Kind an. Ich präsentiere hier die 5 gängigsten Eltern-Lügen und warum wir es doch besser sein lassen sollten.

Der Lügen-Klassiker

…wenn du nicht kommst, geh ich alleine.

Der Klassiker unter den Eltern-Lügen. Als ob wir alleine nach Hause gehen würden.

Wer kennt es auch? Es passiert mir nicht selten, dass dieser Quatsch über meine Lippen kommt, ich gebe es ehrlich zu. Sobald es draussen ist, muss ich aber auch schon lachen. Als ob ich alleine gehen würde. (Übrigens waren wir letztens bei einem Freund. Ich wollte nach Hause. Rabauke nicht. Ich hab ihn gerufen und ihm gesagt, dass ich jetzt notfalls auch ohne ihn gehen würde. Er, ganz cool: „Okay, tschüss Mami“. Ja bravo.)

…wenn du dein Spielzeug nicht aufräumst, schmeiß ich es weg.

Ich war letztens sooooooo sauer / frustriert / verzweifelt. Alles lag herum, man konnte keinen Schritt mehr gehen, ohne auf ein Lego oder Auto zu stehen. Also habe ich mit dem Müll gedroht. Rabauke hat sich unglaublich erschrocken und fing an zu weinen. Es brach mir natürlich das Herz. Ich habe mich entschuldigt und ihm fest versprochen, dass ich nichts wegschmeißen werde. Was wir aber ausgemacht haben, ist, dass wir fortan Spielzeug in die Ferien schicken, wenn es zu viel wird. Das funktioniert wirklich sehr gut.

Essen sollte nie als Druckmittel angewendet werden

...wenn du nichts isst, bekommst du auch kein Dessert.

Ist mir tatsächlich schon einmal rausgerutscht. Wohl aus purer Frustration. Da steht man eine gefühlte Ewigkeit in der Küche und Rabauke isst keine Gabel von der liebevoll zubereiteten Mahlzeit.

Aber natürlich völliger Quatsch. Bei uns wird mit Essen weder belohnt noch bestraft. Warum auch du besser darauf verzichtest, erkläre ich dir hier.

.…wenn du deine Zähne nicht putzt, kriegst du morgen nichts Süsses.

Eine Lüge, welche mit Essen zu tun hat, solltest du deinem Kind nicht auftischen.

Es gab eine Zeit, Rabauke war ca. 2.5, da hatten wir jeden Abend Diskussionen rund ums Thema Zähne putzen. Also hab ich Rabauke erzählt, er könne ohne ins Bett, bekäme aber am nächsten Tag keine Süssigkeiten, weil das ja schlecht für die Zähne ist.

Als ob ICH mich am nächsten Tag noch dran erinnern würde. Geschweige denn mein Kind. Hahahahahahaha 🙂

…wenn du nicht brav bist, bekommst du kein Geschenk vom Samichlaus / Weihnachtsmann.

Okay, nein, das habe ich noch nie gesagt. In meiner Kindheit aber öfters zu hören bekommen. Ich weiss nicht warum, aber ich bringe es allgemein nicht über mich, mein Kind beim Thema Weihnachtsmann, Osterhasen, etc. anzulügen. Ich habe es letztes Weihnachten versucht, es fühlte sich aber grundlegend falsch an. Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich Rabauke die Brauchtümer näherbringen und erklären kann.

  • Der Samichlaus war ein Mann, der vor langer Zeit wirklich gelebt hat. Jedes Jahr an seinem Geburtstag zog er durch die Strassen und beschenkte die Menschen mit Äpfeln, Mandarinen und Nüssen. Ihm zu Ehren verkleiden sich auch heute noch Männer und beschenken die Kinder.
  • Auch das Christkind gibt es. Es liegt zwischen Maria und Josef in der Krippe. An Weihnachten feiern wir Jesus‘ Geburtstag und beschenken uns gegenseitig.
  • Osterhasen gibt es in allen Formen und Grössen und sie schmecken lecker. Der Onkel findet es lustig, diese an Ostern zu verstecken und Rabauke findet es spannend, sie zu suchen. Tut mir leid, aber mehr ist mir dazu nicht eingefallen. 🙂

Was ist deine Meinung zum Thema Elternlügen? Gibt es bei euch auch irgendwelche Lügen, bei denen du dir, einmal ausgesprochen, an den Kopf fasst? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Deine

Corina

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Corina

6 Gedanken zu „5 Lügen, die wir unseren Kindern erzählen

  1. Also, ich kann dir erzählen, dass keine der von dir genannten Lügen hier je groß Thema waren. Und für mich ist es selbstverständlich, meine Kinder nicht in irgendeiner Weise zu erpressen. Sollte Standard sein.

  2. Ein paar Tage, nachdem der Prinz ein Fahrrad bekommen hatte, fuhr er mir aus Wut mehrmals in die Hacken. Da „stopp“ inkl. Erklärung in seinem Wuthirn nicht ankam, rief ich vor Schmerz: „Noch einmal, und ich bringe Dein Fahrrad zurück in den Laden!“
    Zack, Ruhe. Ein nachdenkliches Gesicht. „Kommt es dann wieder an den gleichen Platz im Laden und wird verkauft oder kommt es erstmal in einen Lagerraum? Bekommst Du dann das Geld zurück? Und wie bringst Du mein Fahrrad überhaupt zum Laden, fährst Du mit der S-Bahn? Heute noch? …“ 😀

    1. Mir geht es in diesem Beispiel vorallem um die Drohung mit dem Abfallsack. Dieses: wenn du dein Spielzeug nicht aufräumst, schmeiß ich es weg.
      Obwohl man eigentlich nur will, dass das Zimmer aufgeräumt wird. 🙈
      Das war für meinen Sohn, einmal gehört, ein echter Horror. 🙈🙈

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