Die unbekannte Retterin – Mama’s Hilfe in der Not

Liebe unbekannte Mama

Du hast meine Not gesehen. Ich glaube, du hast meine Nervosität schon gespürt, als wir uns hinter dir an der Kasse angestellt haben. Und du wurdest zu meiner Rettung.

Du, selber mit bis oben gefülltem Einkaufswagen und zwei Kindern, ich mit zwei Wägen und einem wütenden Rabauken. 

Der Tag war anstrengend, die Kita laut und Rabauke und ich müde. Nur leider ist mir auf der Heimfahrt eingefallen, dass der Kühlschrank nach dem Wochenende ja leer ist und wir noch einen Halt beim Supermarkt machen müssen. 

Rabauke, die Wakelzahnpubertät und ich

Momentan machen mich solche Einkäufe bereits beim Gedanken daran nervös. Rabauke und ich befinden uns gerade in einer schwierigen Phase (er ist 2.5 und ich seine Mutter, das Leben ist unfair) und Supermarkt-Besuche beginnen mit Geschrei seinerseits und enden mit einem kleineren Nervenzusammenbruch meinerseits.

einkaufen mit kleinkind kann schnell zur zerreissprobe werden

Und warum sollte es heute auch anders sein? Am Eingang will er einen kleinen Wagen. Ich denke mir, damit kann ich ihn bei Laune halten. Und eine kurze Weile schieben wir unsere Wägen zufrieden vor uns hin. Doch dann vergeht ihm die Lust. Er will getragen werden. Na klar, kein Problem, ich bin ja ein Tintenfisch. Also versuche ich zwei Einkaufswägen zur Kasse zu manövrieren, während ich Rabauke auf einem Arm balanciere.

Sobald ich versuche ihn abzusetzen fängt er an zu schreien.
Die anderen Leute fangen an, uns anzustarren. Mein Kopfkino läuft. Was sie wohl denken? Ich könnte heulen, während ich meine Einkäufe aufs Band lege und versuche, den schreienden Rabauken zu ignorieren.

Die Rettung, das Licht

Und da stehst du. Schaust uns an. In deinem Blick sehe ich etwas. Verständnis. Du erkennst meine Not und du bist meine Rettung.

Mit ruhiger Stimme fragst du mich: „möchte sich dein Kind mit meinen hinsetzen und ein Brötchen essen? Während du deine Einkäufe einpackst?“. Ich war perplex. Rabauke reagiert sofort und nimmt das Angebot sofort dankend an. 
Ich beeile mich, stopfe alles in die Tüten, während ich zu dir hinüberschaue und danke flüsterte. Du winkst ab und lächelst, als ich fertig war. Dann bist du aus dem Laden raus.

Du warst meine Rettung in der Not


Liebe unbekannte Mutter, vielleicht liest du das irgendwann. Ich möchte dir von Herzen danken. Diese Geste war der Lichtblick, den ich in dem Moment gebraucht habe. Vielleicht denkt ihr euch, ich übertreibe, aber ich glaube, jede Mutter braucht irgendwann ein solch kleines Licht.

Lasst uns die Welt gemeinsam ein wenig heller machen.

Eure

Corina

Corina

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