Dein Kind im Wut-Sturm? Das hilft wirklich.

Kennst du diese Momente, in denen sich die Stimmung langsam verändert? Erst ist es nur eine kleine Böe – ein genervter Blick, ein Seufzen. Dann wird der Wind stärker. Und plötzlich ist er da: der Wut-Sturm.

Wut kommt nämlich selten aus dem Nichts. Sie baut sich auf, kündigt sich an – und wenn wir die ersten Signale übersehen, kann sie ganz schön heftig werden.

Viele von uns haben gelernt, dass Wut „schlecht“ ist. Aber in Wahrheit ist sie wie ein Sturm: kraftvoll, intensiv – und vor allem vorübergehend.

Hier sind 3 Gedanken, die dir helfen könne, dein Kind (und dich selbst) durch den Wut-Sturm zu begleiten:

1. Wut ist ein Grenzwächter
Wut taucht oft dann auf, wenn eine Grenze überschritten wurde oder ein Bedürfnis (Hunger, Müdigkeit, Autonomie) nicht gesehen wird. Sie ist wie ein inneres Warnsignal, das laut „Stopp!“ ruft.
2. Den Sturm vorbeiziehen lassen
Wenn der Sturm tobt, bringt Diskutieren wenig. Dein Kind ist im „Überlebensmodus“. Deine wichtigste Aufgabe: ein sicherer Hafen sein, bis sich der Wind wieder legt. Erst danach ist Raum für Gespräche.
3. Wohin mit der Energie?
Ein Sturm bringt Bewegung mit sich – genau wie Wut. Schaffe einen Raum, wo die Wut raus darf. Z.B. ins Zimmer gehen und laut schreien, die Sofakissen verhauen, fest auf den Boden stampfen, etc. Dies wird vorgängig besprochen & abgemacht, damit im Sturm darauf zurückgegriffen werden kann.

Dein Geschenk – der Wut-Barometer

Wie bereits erwähnt, steigert sich die Wut langsam. Je besser wir die Anzeichen erkennen, desto eher können wir noch aussteigen, bevor sie sich als tobender Sturm entlädt. Damit ihr besser erkennen könnt, was in eurem Körper vorgeht, habe ich etwas für dich vorbereitet:

Das Wut-Barometer zum Ausdrucken.

Es hilft deinem Kind (und dir!), die Intensität der Gefühle frühzeitig zu erkennen – von „ruhige Brise“ bis „heftiger Sturm“.

So nutzt ihr es:

  • Drucke es aus und hänge es gut sichtbar auf (z. B. an den Kühlschrank).
  • Besprecht gemeinsam in einem ruhigen Moment, wie sich die Wut bei euch anfühlt. In welchem Körperteil spürt ihr sie zuerst? Wie äussert sie sich? Kribbelt es? Wird es heiss?
  • Schreibt oder zeichnet eure Körperempfindungen ein & nehmt es zur Hand, wenn ihr merkt, dass ihr gerade auf einen Sturm zusteuert.
Der Wut-Barometer ist eine tolle Übung für die ganze Familie, um mehr Verbindung und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen.

Hol dir jetzt den Wut-Barometer zum Ausdrucken.

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Noch mehr solcher Übungen findest du in meinem Buch „deine Reise durch Emozonien – eine Mitmachgeschichte“. Viel Spass beim Erforschen und Erleben.

Deine

Corina

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Corina

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